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Flächensuche

Flächensuchhunde suchen, in Kontakt mit ihrem Hundeführer, so weit als möglich freilaufend, selbständig ihr Suchgebiet ab. Sie melden ohne Unterschied jeden Menschen, den sie auf ihrer Suche finden.

Der Hundeführer muss einschätzen können ob er mit seinem Hund wirklich das gesamte zugeteilte Suchgebiet abgesucht hat oder ob evt. einzelne Geländeformationen wie Gräben oder Wasserflächen, gesondert geprüft werden müssen.

Flächenhunde haben in Deutschland die meisten Einsätze. Dabei liegt ihr großer Vorteil in ihrer Schnelligkeit. Ein Hund duchsucht in 10 Minuten eine Fläche für die eine Hundertschaft Polizisten eine Stunde brauchen würde.

Troztdem, ist auch ein Flächensuchhund nur ein 80%iges Rettungsmittel.

Der Erfolg eines Sucheinsatzes erwächst aus der sinnvollen Kombination aller zur Verfügung stehenden Mittel.

Trümmersuche

Trümmerhunde werden ausgebildet, um Menschen in eingestürzten Gebäuden zu lokalisieren. Sie helfen den Rettungsmannschaften ihre Kräfte gezielt und vor allem schnell einzusetzen.

Trümmerhunde müssen sehr Bewegungsgeschickt sein. Sie dürfen auch vor beweglichen Untergründen nicht scheuen. Hat der Hunde eine Person unter dem Schutt registriert, zeigt er sie dem Hundeführer durch bestimmte, antrainierte Verhaltensweisen an.

Es ist nicht Jedermanns Sache, den geliebten Vierbeiner in Einsatzfall in ein Trümmerfeld zu schicken. Auch darüber muss man sich klar sein.

Bei uns in Deutschland stürzen aber glücklicherweise nicht so viele Gebäude ein und begraben Menschen unter sich. Darum sind die Einsätze für Trümmerhunde bei uns in NRW eher selten. Aber es ist gut zu wissen, dass wir sie haben.

Nicht jede Staffel bildet Trümmerhunde aus.

Mantrailing

Beim Mantrailing, sucht der Hund einen ganz bestimmten Menschen. Dafür wird dem Hund ein Gegenstand präsentiert, den der Gesuchte vor möglicht kurzer Zeit in irgendeiner Weise berührt hat. Der Hund nimmt den Geruch auf und verfolgt die Spur dieses Menschen bis er die Spur verliert oder den Menschen an ihrem Ende findet. Hat er die gesuchte Person gefunden, identifiziert er sie dem Hundeführer durch ein antrainiertes Verhalten wie Vorsitzen, Anspringen, Anbellen oder ähnliches.

Bei der Suche wird der Hund an einer langen Schleppleine geführt. Die Suche verläuft dort, wo der Gesuchte sich aufgehalten hat. Das kann offenes Gelände genau so umfassen wie Innenstadtbereiche oder Gebäude.

Aufgabe des Hundeführers ist es den am besten geeigneten Geruchsartikel zu finden. Außerdem muss er, um sichere Aussagen über den Trailverlauf machen zu können, seinen Hund und dessen Arbeitsweise sehr sicher einschätzen können. Mantrailer erfordern den meisten Arbeits- und Zeitaufwand bei der Ausbildung.

Sie geben im Einsatzfall oft die Richtung vor, in der die Suchgebiete für die Flächensuchhunde ausgewiesen werden.